Ihr persönlicher Kontakt:
T +49 (0)4105 6666-0
F +49 (0)4105 6666-222

suchen 
Kundenbereich
Anmeldung




Ich akzeptiere die Verarbeitung und Speicherung meiner Daten gemäß Ihrer Datenschutzerklärung.

Sie haben noch keine
Zugangsdaten?
> Zur Registrierung

O-Ringe

Typ O-Ring
Bauformen
Maß-
bereich
Standard-
werkstoffe
typische
Leistungsdaten
Einbau-
räume
Bemerkungen
Alle O-Ringe sind auch in Sondermaßen und -werkstoffen erhältlich,
Werkstoffbeschreibungen siehe "O-Ring Werkstoffe"
P
bar
V
m/s
t
°C
O-Ringe
OR   0,5 bis 6000 mm NBR
FPM
EPDM
MVQ
CR
HNBR
FVMQ
AU
SBR
NR
IIR
ECO
CSM
ACM
FFPM
PTFE
    - 30 bis 100
- 20 bis 200
- 40 bis 150
- 55 bis 200
- 40 bis 110
- 30 bis 150
- 55 bis 200
- 30 bis 100
- 40 bis 90
- 45 bis 90
- 40 bis 140
- 40 bis 140
- 20 bis 130
- 30 bis 150
- 15 bis 300
- 200 bis 260
DIN 3771/1
ISO 3601/1
AS 568 A
BS 1806
BS 4518
RO - R 27
R 28 - R 88
SMS 1586
MK 1972
JIS W 1516
JIS W 1517
JIS B 2401
AN 6227
AN 6230
MS 28775
MS 29512
MS 29513
O-Ring Zulassungen:
DIN-DVGW, KTW, BAM,
WRC, FDA, NSF, ACS

O-Ringe Ausführungen:
beschichtet, oberflächenbehandelt,
labsfrei, silikoniert,
molykotiert
ummantelt 7,5 bis … mm FEP Hülle mit
FPM oder
MVQ Kern
- 25 bis 200
- 60 bis 200
nahtlos ummantelt,
sehr gute chemische
Beständigkeit,
FEP/MVQ FDA konform
RS-Ringe
RSTV 50
bis … mm
NBR
FPM
EPDM
MVQ
AU
- 30 bis 100
- 20 bis 200
- 40 bis 150
- 55 bis 200
- 40 bis 100
Rundschnur stoßverklebt oder stoßvulkanisiert,
kostengünstig,
kurze Lieferzeit, keine Werkzeugkosten;
nur für den statischen Einsatz, nicht für Vakuum, auch FDA konform, Toleranzen nach DIN ISO 3302-1 E2
 
Die von uns genannten Parameter, Werkstoffempfehlungen und Einbauvorschläge basieren auf Erfahrungswerten. Es bedarf zu ihrer Anwendung in jedem Fall praktischer Versuche im Betrieb des Kunden. Aufgrund der Vielzahl der Verwendungsmöglichkeiten unserer Waren können wir im Einzelfall keine Gewähr für die Richtigkeit unserer Empfehlungen übernehmen.

O-Ringe

Beschreibung:

O-Ringe werden aus Gummi oder Thermoplasten hergestellt. Sie sind kreisförmige, endlose Ringe mit rundem Querschnitt. O-Ringe können sowohl radial als auch axial dichtend eingebaut werden. Die Dichtwirkung wird durch Deformation des Querschnittes im Einbauraum erreicht. Da sich der Werkstoff unter Druck wie ein undurchdringliches Fluid verhält, wird die Dichtfunktion im Betriebszustand durch entstehenden Mediendruck zusätzlich erhöht.

Wo werden O-Ringe eingesetzt?

O-Ringe können für zwei Arten von Anwendungen eingesetzt werden.
  • Statische Anwendung zur Abdichtung ruhender Anlagen- und Maschinenteile gegen flüssige und/oder gasförmige Medien. Bsp: Deckelabdichtungen, Flansche, Hydraulikzylinder, Rohrverschraubungen etc.
  • Dynamische Anwendungen bei sich überlagernden, rotierenden und pendelnden Schraubenbewegungen.

O-Ringe können in fast allen Branchen eingesetzt werden. Beispiele sind die Armaturenindustrie, Pneumatik, Hydraulik, Vakuumanwendungen, Anlagen- und Maschinenbau, Automobilindustrie.

Dimensionierung und Auswahl von O-Ringen

Für eine optimale Dichtwirkung sind O-Ringe mit einer möglichst großen Schnurstärke zu wählen. Der Härtegrad des Werkstoffes ist abhängig vom Mediendruck, der Anwendung (statisch oder dynamisch), den Spaltbreiten und der Güte der Oberflächen der zu verbindenden Teile. Im Einbauraum ist auf korrekte Nutfüllung, Verpressung, Dehnung bzw. Stauchung zu achten.

(Tabelle Einbaumaße etc. SIEHE DATENBLATT)


O-Ringe werden durch zwei Abmessungen charakterisiert. Dem Innendurchmesser d1 sowie der Schnurstärke d2. Die dritte Komponente ist der spezifische Werkstoff.

Einbauräume

Einbauräume für O-Ringe sind sorgfältig und präzise zu bearbeiten. Jede Art von Unebenheit, durch Kerben, Kratzer sowie Grate ist zu vermeiden. Die Nutabmessungen sind Abhängig von der Schnurstärke des O-Rings und dem jeweiligen Anwendungsfall. Korrekte Werkstoffwahl, konstruktiv richtige Auslegung sowie präzise Ausführung des Einbauraumes, sind für eine korrekte Funktion nötig.

Beispiel für Einbauempfehlungen ohne, sowie mit einem oder zwei Stützringen




Radialer, statischer bzw. dynamischer Einbau als Stangendichtung (Innendichtend)




Radialer, statischer bzw. dynamischer Einbau als Kolbendichtung (Außendichtend)




Axial, statischer Einbau (Flanschdichtung)



Montageempfehlungen

Um Undichtigkeiten zu vermeiden muss jede Beschädigung des O-Rings bei der Montage vermieden werden:
  • Alle verwendeten Montagewerkzeuge, z.B. Spreizdorn und -hülsen müssen aus weichem Material bestehen und keine scharfen Kanten aufweisen.
  • O-Ringe dürfen nicht bis an ihre Dehnungsgrenze aufgeweitet werden
  • Elastomere werden durch Erwärmen in heißem Wasser oder Öl bei ca. 80 Grad Celsius geschmeidiger, dadurch kann der O-Ring leichter für die Montage gedehnt werden.
  • Alle Partikel wie Staub, Schmutz, Späne, Metallreste etc. müssen vorher gründlich entfernt werden.
  • Alle Kanten müssen frei von Graten sein. Schrägen und Radien müssen übergangsfrei angebracht werden.
  • O-Ring und Montageoberflächen sind mit einem geeigneten Fett zu versehen
  • Einbauräume für andere Dicht- und Führungselemente sind mit einer Montagehülse abzudecken.
  • Zur Vermeidung von Verdrillung sollte der O-Ring nicht über die Montageoberfläche gerollt werden.
Standardwerkstoffe (siehe Tabelle)

Neben allen gängigen Standardabmessungen, die ab Lager lieferbar sind, können auch Sondergrößen kurzfristig aus diversen Werkstoffen hergestellt werden.

Werkstoffe: Temperatur (t) Celsius
NBR -30 bis 100
FPM -20 bis 200
EPDM -40 bis 150 (Vernetzungsabhängig)
MVQ -55 bis 200
CR -40 bis 110
HNBR -30 bis 150
FVMQ -55 bis 200
AU -30 bis 100
SBR -40 bis 90
NR -45 bis 90
IIR -40 bis 140
ECO -40 bis 140
CSM -20 bis 130
ACM -30 bis 150
FFPM -15 bis 300
PTFE -200 bis 260
Auf Anfrage können folgende O-Ring Zulassungen geliefert werden:

  • DIN-DVGW
  • KTW
  • BAM
  • WRC
  • FDA
  • NSF
  • ACS


O-Ringe Ausführungen:

  • Beschichtet
  • Oberflächenbehandelt
  • Labsfrei
  • Silikoniert
  • Molykotiert




Hinweise zur Lagerung von O-Ringen:

Die sachgemäße Lagerung, Reinigung und Erhalt von O-Ringen wird in den Richtlinien der DIN 7716 bzw. ISO 2230 geregelt. O-Ringe sollten so eingelagert werden, dass Alterung, Verhärtung, Verwitterung und Verformung verhindert werden. Idealerweise sollten folgende Regeln beachtet werden:

  • Lagerräume sollen kühl, trocken, staubarm und mäßig gelüftet sein. Die Lagerung im Freien ist nicht zulässig.
  • Temperatur: O-Ringe sollten zwischen +12 und +25 C° gelagert werden und keinen direkten Kontakt mit einer Wärmequelle haben (Mindestabstend 1m).
  • Beschädigungen, Verformungen oder Gewichtsbelastung durch andere Lagergüter muss unbedingt vermieden werden. O-Ringe sollten deformations- und kompressionsfrei gelagert werden.
  • Licht: Direktes Tages- oder Kunstlicht sollte zur Erhaltung der Qualität und Produkteigenschaften vermieden werden.
  • Feuchtigkeit: O-Ringe sollten unbedingt trocken gelagert werden. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte unter 65% liegen.
  • Sauerstoff: Kontakt mit Sauerstoff lässt einige Werkstoffe früher altern. Daher sollten O-Ringe vorzugsweise in der verschlossenen Verpackung oder in einem luftdicht verschließbaren Behälter gelagert werden.
  • Ozon: O-Ringe sollten unbedingt von Ozonquellen ferngehalten werden, da der Kontakt für viele Werkstoffe schädlich ist. (Z.B: Hochspannungsgeräte, Elektromotoren, elektrische Funkenentladungen, Quecksilberdampflampen)



Oberflächenbehandlung von O-Ringen:

Zur Vereinfachung der Montage, Verbesserung des Reibungskoeffizienten oder besseren Vereinzelung, können O-Ringe einer speziellen Oberflächenbehandlung unterzogen werden. Aus verschiedenen möglichen Verfahren können sich folgende Vorteile ergeben:

  • Kein Zusammenkleben der O-Ringe
  • Antihaftwirkung, leichtere Demontage
  • Einfachere Montage (auch bei automatischer Montage)
  • Keine Silikon- oder lackbenetzungsstörenden Substanzen
  • Verbesserte Reibung (geringerer Reibungskoeffizient)
  • Verschleißminderung
  • Stick-slip Reduktion
  • Verbesserte Schmiereigenschaften
  • Reduktion von Losbrechkräften im Anfahrzustand


Die von uns genannten Parameter, Werkstoffempfehlungen und Einbauvorschläge basieren auf Erfahrungswerten. Es bedarf zu ihrer Anwendung in jedem Fall praktischer Versuche im Betrieb des Kunden. Aufgrund der Vielzahl der Verwendungsmöglichkeiten unserer Waren können wir im Einzelfall keine Gewähr für die Richtigkeit unserer Empfehlungen übernehmen.

Letzte Aktualisierung: 24.01.2017 um 22:25 Uhr