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Rundschnüre

Typ Dichtungen
Bauformen
Maß-
bereich
Standard-
werkstoffe
typische
Leistungsdaten
Einbau-
räume
Bemerkungen
Alle Artikel sind auch in Sondermaßen und -werkstoffen erhältlich,
Werkstoffbeschreibungen siehe "Werkstoffe"
P
bar
V
m/s
t
°C
Rundschnur
RS 1 bis
40 mm
NBR
FPM
EPDM
MVQ
AU
PVC
Moosgummi
- 30 bis 110
- 20 bis 200
- 40 bis 150
- 55 bis 260
auch FDA konform
 
Die von uns genannten Parameter, Werkstoffempfehlungen und Einbauvorschläge basieren auf Erfahrungswerten. Es bedarf zu ihrer Anwendung in jedem Fall praktischer Versuche im Betrieb des Kunden. Aufgrund der Vielzahl der Verwendungsmöglichkeiten unserer Waren können wir im Einzelfall keine Gewähr für die Richtigkeit unserer Empfehlungen übernehmen.

Rundschnur

Beschreibung:

Rundschnüre sind endliche Stränge aus extrudierten Werkstoffen. Sie besitzen einen kreisrunden Querschnitt (wie ein O-Ring). Rundschnüre können sowohl radial als auch axial dichtend eingebaut werden. Die Dichtwirkung wird durch Deformation des Querschnittes im Einbauraum erreicht. Rundschnüre werden vorwiegend statisch eingesetzt.

Merkmale:
  • Innendurchmesser quasi frei wählbar
  • Hohe Temperaturbeständigkeit in Abhängigkeit vom gewählten Werkstoff
  • Sehr kurze Lieferzeiten
  • Keine zusätzlichen Kosten für Sonderabmessungen
  • Wirtschaftliche Alternative
  • Verminderte Elastizität an der Stoßstelle durch geringfügig höhere Härte
  • Sehr großer Abmessungsbereich
  • Einfache Montage
Wo werden Rundschnüre eingesetzt?

Rundschnüre werden häufig als Dichtung von Behältern und Rohren mit großen Abmessungen verwendet. Gleichzeitig für Reparatureinsätze vor Ort, indem sie auf Passung zugeschnitten werden. Sie sind auch Ausgangsmaterial für Rundschnurringe und können entweder stoßverklebt oder stoßvulkanisiert werden.

Dimensionierung und Auswahl von Rundschnüren

Für eine optimale Dichtwirkung sind Rundschnüre mit einer möglichst großen Schnurstärke zu wählen. Der Härtegrad des Werkstoffes ist abhängig vom Mediendruck, der Anwendung (statisch oder dynamisch), den Spaltbreiten und der Güte der Oberflächen der zu verbindenden Teile. Im Einbauraum ist auf korrekte Nutfüllung, Verpressung, Dehnung bzw. Stauchung zu achten.


Rundschnüre werden durch zwei Abmessungen charakterisiert. Dem Innendurchmesser d1 sowie der Schnurstärke d2. Die dritte Komponente ist der spezifische Werkstoff.

Einbauräume

Einbauräume für Rundschnüre sind sorgfältig und präzise zu bearbeiten. Jede Art von Unebenheit, durch Kerben, Kratzer sowie Grate ist zu vermeiden. Die Nutabmessungen sind Abhängig von der Schnurstärke der Rundschnur und dem jeweiligen Anwendungsfall. Korrekte Werkstoffwahl, konstruktiv richtige Auslegung sowie präzise Ausführung des Einbauraumes, sind für eine korrekte, dichte Funktion nötig.

Beispiel für einen axial, statischen Einbauraum (Flanschdichtung)



Montageempfehlungen

Um Undichtigkeiten zu vermeiden muss jede Beschädigung der Rundschnur bei der Montage vermieden werden:
  • Alle verwendeten Montagewerkzeuge, z.B. Spreizdorn und -hülsen müssen aus weichem Material bestehen und keine scharfen Kanten aufweisen.
  • Rundschnüre dürfen nicht bis an ihre Dehnungsgrenze aufgeweitet werden
  • Elastomere werden durch Erwärmen in heißem Wasser oder Öl bei ca. 80 Grad Celsius geschmeidiger, dadurch kann die Rundschnur leichter für die Montage gedehnt werden.
  • Alle Partikel wie Staub, Schmutz, Späne, Metallreste etc. müssen vorher gründlich entfernt werden.
  • Alle Kanten müssen frei von Graten sein. Schrägen und Radien müssen übergangsfrei angebracht werden.
  • Rundschnur und Montageoberflächen sind mit einem geeigneten Fett zu versehen
  • Einbauräume für andere Dicht- und Führungselemente sind mit einer Montagehülse abzudecken.
  • Zur Vermeidung von Verdrillung sollte die Rundschnur nicht über die Montageoberfläche gerollt werden.
Standardwerkstoffe (siehe Tabelle)



Werkstoffe: Temperatur (t) Celsius
NBR -30 bis 110
FPM -20 bis 200
EPDM -40 bis 150 (Vernetzungsabhängig)
MVQ -55 bis 200
AU -30 bis 100
PVC
Moosgummi


Hinweise zur Lagerung von Rundschnüren aus Kautschuk und Gummi:

Die sachgemäße Lagerung, Reinigung und Erhalt von Erzeugnissen aus Kautschuk und Gummi wird in den Richtlinien der DIN 7716 bzw. ISO 2230 geregelt. Erzeugnisse sollten so eingelagert werden, dass Alterung, Verhärtung, Verwitterung und Verformung verhindert werden. Idealerweise sollten folgende Regeln beachtet werden:

  • Lagerräume sollen kühl, trocken, staubarm und mäßig gelüftet sein. Die Lagerung im Freien ist nicht zulässig.
  • Temperatur: Kautschuk und Gummiprodukte sollten zwischen +12 und +25 C° gelagert werden und keinen direkten Kontakt mit einer Wärmequelle haben (Mindestabstend 1m).
  • Beschädigungen, Verformungen oder Gewichtsbelastung durch andere Lagergüter muss unbedingt vermieden werden. Alle Produkte sollten deformations- und kompressionsfrei gelagert werden.
  • Licht: Direktes Tages- oder Kunstlicht sollte zur Erhaltung der Qualität und Produkteigenschaften vermieden werden.
  • Feuchtigkeit: Kautschuk und Gummiprodukte sollten unbedingt trocken gelagert werden. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte unter 65% liegen.
  • Sauerstoff: Kontakt mit Sauerstoff lässt einige Werkstoffe früher altern. Daher sollten alle Kautschuk und Gummiprodukte vorzugsweise in der verschlossenen Verpackung oder in einem luftdicht verschließbaren Behälter gelagert werden.
  • Ozon: Die Erzeugnisse sollten unbedingt von Ozonquellen ferngehalten werden, da der Kontakt für viele Werkstoffe schädlich ist. (Z.B: Hochspannungsgeräte, Elektromotoren, elektrische Funkenentladungen, Quecksilberdampflampen)


Die von uns genannten Parameter, Werkstoffempfehlungen und Einbauvorschläge basieren auf Erfahrungswerten. Es bedarf zu ihrer Anwendung in jedem Fall praktischer Versuche im Betrieb des Kunden. Aufgrund der Vielzahl der Verwendungsmöglichkeiten unserer Waren können wir im Einzelfall keine Gewähr für die Richtigkeit unserer Empfehlungen übernehmen.

Letzte Aktualisierung: 22.01.2017 um 22:25 Uhr